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Der britische Regisseur Stephen Frears („The Queen“) präsentierte in Cannes seine neue Ensemble-Komödie „Tamara Drewe“ mit Gemma Arterton.
Gemma Arterton als "Plastic Lady"
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Sie war das Bond-Girl zusammen mit Olga Kurylenko, aber bekam in „Ein Quantum Trost“ wohl nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie ihre russische Kollegin: Die Britin Gemma Arterton hat sich mit ihren 24 Jahren „längst damit abgefunden, dass mich die Leute leicht übersehen“, sagte sie anlässlich der Premiere von Stephen Frears´ neuer Komödie „Tamara Drewe“, die in Cannes außer Konkurrenz gezeigt wurde. „Deswegen fühl ich mich aber nicht hässlich.“Längst ist sie zu einer der gefragtesten Newcomerinnen Hollywoods geworden – weshalb sie auch nicht persönlich zur Premiere nach Cannes kommen konnte: Sie war derweil mit der Promotion für „Prince of Persia: Sands of Time“ in Los Angeles beschäftigt, in dem sie an der Seite von Jake Gyllenhaal die Hauptrolle spielt. Eine Wandlung vom hässlichen Entlein zur sexy Intellektuellen darf Arterton in Frears Film „Tamara Drewe“ jedenfalls durchlaufen: Frears zeigt (als Adaption der Graphic Novel von Posy Simmonds) den Alltag eines so genannten „Writers` Retreat“, eines Rückzugsortes für Schriftsteller und solche, die es gerne wären, auf einem englischen Bauernhof in einem Mini-Kaff inmitten von Kuhweiden und Wald. Betrieben wird der Bauernhof von einem britischen Besteller-Autor, seiner Frau und dem „Mann-für-Alles“ Andy. Andy ist wie Tamara im Ort aufgewachsen, aber im Gegensatz zu ihr nie weggekommen. Als Tamaras Mutter stirbt, kehrt sie zurück – und sorgt für gehörige Verwirrung. Kannten sie nämlich bisher alle als unscheinbares Mädchen mit einer viel zu großen Nase, erstaunt sie nun jeden mit ihrem frisch-operierten Gesicht, was ihr natürlich sofort den Spitznamen „Plastic-Lady“ einbringt. Tamara, die immer in Andy verliebt war, treibt es aber noch weiter auf die Spitze: Als sich die derzeit angesagteste Band Großbritanniens zu einem Gig im Dorf herablässt, angelt sie sich den berühmten Drummer der Band und beide wollen heiraten. Dies wiederum passt zwei TeenagerInnen überhaupt nicht, die den Drummer gerne für sich hätten und mit fiesen Tricks für allerlei Turbulenzen sorgen, die bald jeden im Ort durcheinanderbringen. Frears selbst sagte in Cannes, er hätte zuvor noch nie von Gemma Arterton gehört: „Sie wird das nicht gern lesen, aber ich kannte sie nicht. Sie kam ins Büro und sagte, sie wollte die Rolle. Ich fragte meinen Agenten, ob sie gut wäre, und wenn ja, dass er sie buchen solle, denn sie war nett, hübsch und nicht auf den Mund gefallen.“ Nicht in den Wettbewerb aufgenommen zu sein, stört Frears nach eigenen Angaben überhaupt nicht: „Wenn das Risiko, im Wettbewerb zu verlieren, eliminiert ist, ist man doch viel entspannter und hat viel mehr Grund zu lächeln!“ Lächeln darf auch Arterton, die seit „Ein Quantum Trost“ mit dem italienischen Stuntman Stefano Mioni liiert ist – obwohl sie in den Medien tatsächlich bereits für ihr Doppelkinn kritisiert wurde. „Es heißt oft, ich sollte abnehmen, damit ich in Grösse 34/36 passe“, sagt Arterton dazu. „Aber die einzige Möglichkeit, diese Größe zu haben, wäre, nichts mehr zu essen. Und wer will das schon!“ Matthias Greuling / Alexandra Zawia
Oben: Gemma Arterton (Foto: Tuma)Unten: Stephen Frears (Foto: Festival de Cannes)
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