Startseite Aktuelles Heft Top Story Aktuelle Videos Aktuelle Kinotrailer Interviews Filmkritiken Aktuelle Videos celluloidDVD - Magazin Abonnement Gratis-Heft bestellen! Gewinnspiel Impressum und Mediadaten Interview Michael Haneke  "Das weiße Band" von Michael Haneke Top Story "Tödliches Kommando" von Kathryn Bigelow Interview Quentin Tarantino Interview John Lasseter Venedig: Alle Preisträger auf einen Blick Filmkritik "Verblendung" Filmkritik "Eine von 8" Filmkritik "Diese Nacht" celluloid VIENNALE - Special 09 Member Interview Nina Kusturica Interview Werner Schroeter Interview Marc Webb Marc Webb im Video-Interview Marc Webb im Interview (Video) Mit Hans Hurch in der Videothek Filmkritik "Blutsfreundschaft" Filmkritik "Der Kinoleinwandgeher" Filmkritik "La Pivellina" Interview Michael Moore Filmkritik "Whisky mit Wodka" Filmkritik "Tetro" Filmkritik "Elite Squad" Interview Detlev Buck celluloid bei der Berlinale 2010 Deutsche Stars zur Eröffnung Rutschpartie am Potsdamer Platz Metropolis in Berlin Scorsese in Berlin Haneke sagt Filmprojekt ab Berlinale-Premiere für "Der Räuber" Berlin-Premiere für "Jud Süss - Film ohne Gewissen" Berlinale 2010: Die Preisträger Interview Nicolas Cage Filmkritik "Der Räuber" Archiv OSCAR 2010 celluloid bei der Diagonale 2010 DIAGONALE Eröffnung: "Der Kameramörder" DIAGONALE-Intendantin Barbara Pichler im Interview Ludwig Wüst über seinen Film "KOMA" Barbara Eder "Inside America" Shirin Neshat: "Women Without Men" Diagonale: Brandauer bei Eröffnung Diagonale: Alle Preisträger Interview Peter Kern FAR EAST Film Festival Udine celluloid in Cannes 2010 Cannes - Bilder des Tages Cannes: Robin Hood eröffnet das Festival Cannes: Robin Hood eröffnet das Festival Mathieu Amalric gibt sein Regiedebüt Oliver Stone & Michael Douglas Woody Allen zurück an der Croisette Mike Leigh: "Another Year" Haneke in Cannes geehrt Naomi Watts Video-Interview "You Will Mett a Tall Dark Stranger" Javier Bardem in "Biutiful" Isabelle Huppert fürchtet sich Gemma Arterton und Stephen Frears Mick Jagger im Cannes-Exil Olivier Assayas mit "Carlos"-Bio-Pic Naomi Watts Video-Interview "You Will Mett a Tall Dark Stranger" Drehstart für "Echte Wiener 2" Interview Caroline Bottaro Interview Hüseyin Tabak Interview Philippe Lioret celluloid in Locarno 2010 Locarno: Retrospektive Ernst Lubitsch Zombies, Aliens & Filmkunst in Locarno Impressionen aus Locarno 2010 Chiara Mastroianni in Locarno Ehrenleopard für Jia Zhang-ke  Spielformen der Liebe - Locarno-Zwischenbilanz 2010 "Cyrus" mit John C. Reilly in Locarno Locarno: Von Reduktion und Radikalität Locarno: Die Preisträger 2010 celluloid in Venedig 2010 Venedig: Ausblick auf das 67. Filmfestival 2010 Venedig: Auftakt mit Tarantino Black Swan: Aronofsky inszeniert Natalie Portman Machete: Rodriguez liebt Trash Julian Schnabel präsentiert "Miral" Sofia Coppola und das Künstlerleid John Woo erhält Ehrenlöwen in Venedig John Woo über Hollywood und China Wo ist Vincent Gallo? Tsui Hark über Inspiration & Filmemacher in China Ben Affleck wird kriminell - Venedig 2010 Was wird aus dem Filmfestival Venedig? Favoriten in Venedig Giamatti: 15 Mal verliebt pro Tag Kechiche und seine schwarze Venus Deneuve und Ozon Venedig 2010: Die Preisträger celluloid bei der Viennale 2010 Viennale 2010: Die Highlights Viennale 2010: Die Eröffnung Filmreihe Auge um Auge Online Filmfestival MyFrenchFilmFestival.com celluloid bei der Berlinale 2011 Berlinale 2011: Jeff Bridges eröffnet mit True Grit Berlinale 2011: Jury vermisst Jafar Panahi Berlinale 2011: Kevin Spacey und die Wirtschaftskrise Berlinale 2011: Alles 3D Berlinale 2011: José PadilhasvTropa de Elite 2 Berlinale 2011: Marie Kreutzer und ihr Spielfilmdebüt Berlinale 2011: Ralph Fiennes' Regiedebüt Berlinale 2011: Vaclav Havel wird Regisseur Berlinale 2011: Miranda Julys "The Future" Berlinale 2011: Wolfgang Murnbergers "Mein bester Feind" Berlinale 2011: Colin Firth im Interview zu "The King's Speech" Berlinale 2011: Andres Veiels "Wer wenn nicht wir" Interview Wim Wenders "Pina" celluloid in Karlovy Vary 2011 celluloid in Cannes 2011 Cannes 2011: Resümee von Matthias Greuling Cannes 2011: Brad Pitt im Interview zu The Three of Life Cannes 2011: Lars von Trier nennt sich einen Nazi Cannes 2011: Lars von Trier im Interview mit Matthias Greuling Cannes 2011: Karl Markovics stellt Regiedebüt "Atmen" vor Cannes 2011: Markus Schleinzer und sein Debütfilm "Michael" Cannes 2011: Hinter den Kulissen des Festivals - Video Cannes 2011: Michel Piccoli mag nicht Papst sein Cannes 2011: Die Dardenne-Brüder und ihr "Kid With a Bike" Cannes 2011: Die politische Seite des Festivals Erste Eindrücke aus Karlovy Vary 2011 celluloid beim Filmfest Karlovy Vary 2011 Karlovy Vary 2011 zur Halbzeit Kritik der Woche Kleine wahre Luegen Kritik der Woche Was du nicht siehst Kritik der Woche Nichts zu verzollen Kritik der Woche Ein Sommersandtraum Kritik der Woche Super 8 John Woo erhält Ehrenlöwen in Venedig Kritik der Woche Rueckkehr ans Meer celluloid Filmmagazin Covers Karlovy Vary 2011 im Endspurt Karlovy Vary 2011: Die Sieger celluloid in Locarno 2011 celluloid beim Filmfestival Venedig 2011 Locarno 2011: Retrospektive Vincente Minelli Locarno 2011: Aliens und verlorene Föten Locarno 2011: Abel Ferrara und seine Mundharmonika Locarno 2011: Harrison Ford und Daniel Craig - Indiana Jones Meets James Bond Locarno 2011: A Conversation with Olivier Père Locarno 2011: Die Preisträger und Siegerfilme Venedig 2011 Eröffnung mit George Clooney Venedig 2011 Carnage und W.E. Venedig 2011 Kate Winslet Venedig 2011 Michael Glawogger Venedig 2011 Halbzeit im Wettbewerb Venedig 2011 Colin Firth für mehr Niveau Venedig 2011 David Cronenberg bei Freud Venedig 2011 Sokurov holt den Goldenen Löwen Kritik der Woche Midnight in Paris Kritik der Woche Naokos Lächeln Kritik der Woche Die Höhle der vergessenen Träume Kritik der Woche Nader und Simin Eine Trennung Filmkritik THE IDES OF MARCH MICHAEL JACKSON THE LIFE ON AN ICON 

Javier Bardem in "Biutiful"

Alejandro Gonzales Inárritu stellte seinen neuen Film im Cannes-Wettbewerb vor

Premiere für "Biutiful" mit Javier Bardem

LIVE AUS CANNES

Zurück zum celluloid-Cannes-Special

Mit „Babel“ hatte Regisseur Alejandro Gonzáles Inárritu 2006 nicht nur mehrere Geschichten in unterschiedlichen Sprachen über die verschiedensten Personen in diversen Teilen der Welt erzählt, sondern auch einen Oscar und den Regiepreis in Cannes gewonnen. Nun wollte er „endlich einen einzigen Film über eine einzige Person“ machen, sagte Inárritu bei der Präsentation seines neuen Werks „Biutiful“, das heuer ebenfalls im Cannes-Wettbewerb läuft. Es geht darin um ein „Thema, von dem ich schon mein ganzes Leben besessen bin“, so Inárritu: „Um Vaterschaft – um die Angst, einen Vater zu verlieren oder die Angst davor, ein Vater zu sein. Um die Momente, in denen man sich selbst in den eigenen Vater verwandelt oder deine Kinder plötzlich Du werden. Im Grunde geht es dabei um Verlust, denn am Ende sind wir auch das, was wir im Leben verloren haben.“ Javier Bardem spielt den von seiner Frau getrennt lebenden, alleinerziehenden Uxbal, Vater von zwei Kindern, der sich im berühmtesten Immigrantenviertel von Barcelona mehr schlecht als recht durchschlägt. Er macht Geschäfte mit illegalen Einwanderern, beschützt sie durch Polizistenbestechung ab und an vor dem Gesetz, lukriert aber sein Geld hauptsächlich aus den Einnahmen einer chinesischen Raubkopien-Fabrik, die ihre Arbeiter ausbeutet. Uxbal hat die Gabe, Tote beim „Übertritt“ sehen zu können und verdient sich auch damit ein Zubrot, den Hinterbliebenen allerletzte Botschaften zu übermitteln. Er und seine Frau lieben sich immer noch, aber wegen ihrer manisch-depressiven Bipolarität ist sie unfähig, alleine für die Kinder zu sorgen, geschweige denn, ein normales Leben aufrechtzuerhalten. Gerade das wäre nun aber nötiger denn je, denn Uxbal erfährt beim Arzt, dass er unheilbar an Prostatakrebs erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Inárritu erzählt die Geschichte von Uxbal linear und streckenweise packend intensiv, was vor allem in den diversen, sehr brisanten sozial- und wirtschaftspolitischen Thematiken gründet, die der Film zugunsten seiner Hauptfigur allerdings nur streift. Vieles wirkt in „Biutiful“ auf allzu romantisierende Art hinkonstruiert; der potenziell starke Effekt des Films wird dadurch eindeutig gemindert. Sehenswert ist vor allem Javier Bardem, der völlig zurecht als einer der zurzeit besten Schauspieler gilt. Spätestens seit er in Woody Allens „Vicky Cristina Barcelona“ mitgewirkt hatte, kennt er auch die Stadt sehr gut. „Mit Alejandro hatte ich aber die Gelegenheit, eine komplett andere, die echtere Seite dieser Stadt zu entdecken. Das ist eine Welt fern von Sightseeing und Lifestyle“, so Bardem. Inárritu filmte „Biutiful“ im Viertel El Raval, bekannt als das „Barrio Chino“, das „Chinesenviertel“. – „In den 1960er-Jahren hatte Franco tausende Einwanderer aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt in diese Stadt gebracht, nur um die katalanische Kultur zu unterminieren und verschwinden zu lassen“, erklärt Inárritu. Doch nicht nur wirtschaftliche Faktoren ließen die Viertel zu eigenständigen Ghettos werden. „Diese Orte wurden nie gewaltsam assimiliert. Dort herrscht eine Vielfalt des Lebens und der Probleme, die der wohlhabendere spanische Einheitslook eliminiert.“ Drei Jahre lang begleitete Inárritu die Figur Uxbals in seinem Kopf: „Er war plötzlich in meinen Gedanken und ich verbrachte drei Jahre mit ihm, um herauszufinden, wer er ist“, so Inárritu. „Ich sah ihn schließlich als physisches System, ähnlich einer Planetenkonstellation, in dem die Straße der Körper ist, die Familie das Herz und die Suche nach einem Vater die Seele darstellt.“Die teilweise emotional sehr fordernden Szenen, die diese Konstellation für einen Charakter mit sich bringt, meisterte Bardem mit Begeisterung: „Alejandro und ich sind beide immer bestrebt, perfekt zu sein, in dem was wir tun“, so Bardem. „Ich bin am Set kein angenehmer Regisseur“, ergänzt Inárritu: „Ich pushe mich und pushe alle anderen. Aber es ist alles leichter, wenn man meinen Grundsatz versteht: Wenn ein Film kein Dokument ist, dann ist er ein Traum. Und als Träumer ist man immer alleine. Alleine sein heißt, Fragen zu stellen (wie Godard einmal sagte) und Filme machen bedeutet, diese Fragen zu beantworten.“ Matthias Greuling / Alexandra Zawia

Javier Bardem (oben) in Innárritus "Biutiful". Unten: Der Regisseur am Set. (Fotos: Festival de Cannes)









Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.